Archiv 1993-2017

Februar 1993

Gründung der Gesellschaft „Art & Friends“. Gründungsmitglieder: James Battersby, Elisabeth Abry, René Donath, Nicolai Krell, Irene Bircher, Walter Vogeler und André Ronca. Aus der Gesellschaft wurde dann einige Monate später der Verein „Art Connection“.

November 1993

Das mit „The Thing“ und Art Connection organisierte Projekt ,,November” fand vom 11. bis 7. November 1993 in Köln statt. Eingeladen waren unter anderem: Jonathan Monk, Glasgow (Performance) /Axel Wieder, Stuttgart (Interviews) / Liam Gillick, London (Video) / Peter Fend, New York (architektonische Modelle) / Dominique Gonzales, Paris (Performance)/ Jeremy Whitehurst, Belfast-Düsseldorf (Photographie).

Die Ausstellung verlief nicht nur, wie angekündigt, parallel zur Art Cologne, sondern zum Teil überraschenderweise in ihr selbst, in Form eines Radiosenders. Mit diesem hatten wir einen eigenen Stand inne und kamen dadurch unverhofft mit viel mehr Interessenten in Kontakt als vorgesehen. Sony sponserte das technische Equipment, die Standgebühren wurden freundlicherweise vom WDR (Westdeutscher Rundfunk) übernommen. Von diesem Stand aus sendeten wir 16 Stunden täglich über den terrestrischen Kanal in Köln, die auch im TV zu sehen waren. Diese Sendungen liefen in Köln an verschiedenen Orten, u.a.: Dos Equis, Cafe Central, Bauturm, Holiday lnn, La Strada, Wartesaal…

Nebst der breiten Resonanz kann man diese erste große Ausstellung auch im Hinblick auf die Zusammenarbeit der beteiligten Personen, der Festigung der Struktur der Organisation, sowie der angeknüpften Kontakte zu weiteren Interessenten, als ein sehr positives Ereignis bewerten. Oder wie in der Presse nachzulesen war: Die Reaktionen waren so positiv, dass die Initiatoren überlegen, die Aktion zu wiederholen.

Tatsächlich wurde die Zusammenarbeit mit „The Thing”, mit Michael Kromé und dessen Partnerin Esther Schipper nicht fortgesetzt, da die Meinungen der verschiedenen Künstler sehr weit auseinander gingen.

 April 1994

Eine Gruppe junger Autoren befand sich mittlerweile unter den Mitgliedern, darunter Jeremy Withehurst und André Ronca, welche die Idee einer vereinseigenen Publikationsreihe hatten. Ziel war es, der künstlerischen und literarischen Standortbestimmung ein Forum zu geben und weniger bekannte Autoren zu fördern. Sie nannten den Verlag „PIT STOP PUBLICATIONS” und druckten in der ersten Ausgabe natürlich ihre eigenen Beiträge.

STATEMENTS AND PEPPERMINTS (zu Deutsch: Süßpunkt und Standware)

kunst, kann man sagen, ist was die ganze zeit vor sich geht, geschichte was von zeit zu zeit vor sich geht, und das ist worüber nachzudenken süß bis sauer ist.

literatur ist nicht literaturgeschichte obwohl letztere literatur ist ohne literatur zu sein. kunst hat ihre geschichte die nicht kunstgeschichte ist, da kunstgeschichte literatur von der geschichte der kunst ist, also was sich sagen läßt. kunst- und literaturgeschichte ist was sich sagen läßt, die geschichte der kunst oder literatur was sich zeigen läßt. was sich sagen läßt ist ein teil von was sich zeigen läßt, was sich zeigen läßt ist ein teil worüber sich nicht reden läßt.

was sich sagen läßt ist vermittelt durch das wie des sagens. wenn zwei dasselbe sagen ist es nicht dasselbe. das wie ist qualitativ, das was quantitativ. ersteres keine geschmacksfrage wenngleich geschmack vermittelnd.

kunst kann man sagen ist was sich zeigen läßt und gemacht werden kann. schwierig zu sagen was gut gemacht ist, aber manchmal wichtig, insbesondere wenn es absichtlich nicht gut gemacht ist. auch süß ist manchmal sauer. was ist, ist das was in der kunst durch sie erscheint. das erscheinen von dem was an ihr ist ist nicht zuletzt aufgrund von freiheit, aufs neue zu bestimmen was für sie sein soll. man kann also sagen was kunst ist: was sich zeigen läßt und fortwährend ein realisieren von freiheit ist. auch ein freiwerden von dem was gut ist, und das ist gut so. kunst und literatur hier synonym.

malerei: farbe. also verdinglichung innerbildlicher gestaltungselemente, sprich struktur, sprich struktur des farbauftrags und -verlaufs. keine darstellung ontologischer erscheinungen oder deren transformierung, kein ausdrucksmittel für sentiments, summa summarum keine symbole.

analog die thematisierung der schritt in literatur, ihr grundsätzlich bildlich-plakativer charakter, der stets ornamental flächig in der gestaltung ist. daraus folgend die thematisierung der differenz zwischen zeichen und begriff; deren inkongruenz in der visuellen poesie weniger ein problem als eine poetische qualität aufweist. also die reduktion aus dem metaphorischen sprachgebrauch und die kombinatorik mit den unbestimm-barkeiten der bedeutung, der typografie und der lautgestalt. alles in allem das ergebnis einer kritischen entwicklung der formen. kein eklektizismus, keine postmoderne, die übrigens gar nicht existiert; nur für kunst-historiker. es gibt keine krise der kunst, nur sich in krisen befindende künstler, oder existenzkrisen geschüttelte rezipienten; also unwichtig. das philosophischwerden der künstlerischen und literarischen produktion. durch reflexionsprozesse u.a. nach der bedingung ihrer möglichkeit fragend. ohne wenn & aber. ohne pädagogik. keine metaphysik.

bedeutend kann sein was ein künstler tut, nicht minder was er sich weigert zu tun.

André Ronca

März 1995

PIT STOP Nr.2 „gib mir Ruhe“ mit Lyrik und Miniaturprosa von Pamela Granderath. Obwohl die Publikationsreihe eigentlich für „Statements“ vorgesehen war, wurden erstmalig Texte von nur einer Autorin veröffentlicht. Diese Idee führte dazu, dass später ausschließlich Autoren publiziert wurden, die zuvor noch keine Veröffentlichung hatten


gib mir Ruhe

 An dem Morgen an dem ich das Fenster öffnend,

meinen Kopf verlor, geschah zur gleichen Zeit,

an einem mir unbekannten Ort ein Fest.

Die Sonne lenkte, ihrer Strahlung bewusst, durch

dichtes Blattwerk ihre Wärme und gab mir Ruhe.

Die mir unbekannten Menschen, an unbekannten

Orten wirken gelassen und fern, feiernd, wild.

Kopflos und ohne Rast schließe ich das Fenster,

schließe ich die Sonne, schließe ich das Fest.

Fern, unbekannt ein Mensch ohne Kopf, wildernd.

© pamela granderath

März 1995

Das Art Connection Mitglied Thomas Hoeps veröffentlichte bei Sassafras, was den Verein aber nicht davon abhielt anlässlich seiner Buchveröffentlichung „gib dem Onkel die Hand (die Schöne!)“ eine Lesung im Schnabelewopski zu veranstalten.

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 November 1995

Die Mitglieder beschließen jedes Jahr eine Jahreslesung mit Vereinsautoren zu veranstalten. Zur ersten Lesung wurden Thomas Hoeps, der gerade den Literaturförderpreis der Stadt Düsseldorf erhalten hatte, André Ronca, ebenfalls Preisträger der Stadt Düsseldorf 1994, und Pamela Granderath, die diese begehrte Auszeichnung 1999 erhielt, eingeladen. Dr. Olaf Cless übernahm die Moderation im Schnabelewopski. Gefördert wurde die Lesung vom Kulturamt der Stadt Düsseldorf.

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November 1996

Es wurde Zeit die Poesietage fortzuführen und man mietete kurzerhand das Theaterhaus an der Prinz-Georg-Strasse, um den „4. & 5. Tag der Poesie“ mit Kunst & Musik zu zelebrieren. Die Idee von Granderath und Ronca, völlig auf die Moderation zu verzichten und stattdessen mit Diaprojektoren zu arbeiten, kam beim Publikum sehr gut an. Der Theatersaal mit seiner großen Kinoleinwand und der üppigen Bühne war optimiert für die Experimente mit audiovisueller Poesie, wie sie Granderath und Ronca in Zusammenarbeit mit Michael Schaaf (Musik) und Daniel Samanns (Fotografie) umsetzten. Hinzu kamen am 1. Tag die Autorinnen Ingrid Schlüter und Barbara Maria Kloos (Köln). Am 2. Tag fand eine Diskussionsrunde mit Klaus Geldmacher (IG Medien) über Urheberrechte von Autoren und Malern statt. Abends spielte die Band Roland 11011 (Düsseldorf) und die Autoren Jan Off (Braunschweig) und Philipp Schiemann, der 2002 den Literaturförderpreis der Stadt Düsseldorf erhielt, lasen. Gefördert wurde die Veranstaltung vom Kulturamt der Stadt Düsseldorf und den IG Medien Niederrhein.

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Die Jahreslesung 1996

wurde wegen fehlender finanzieller Mittel nicht durchgeführt und so konzentrierten sich Ronca und Granderath auf ein Projekt, das an die visuelle Poesie aus dem Theaterhaus anknüpfen sollte. Dieses Projekt kam nicht mehr zustande, denn André Ronca kam am 17. Februar bei einem Brand in seinem Atelier ums Leben und so ruhten die Tätigkeiten vorerst aus verständlichem Grund.

 März 1997

Auf der einberufenen Mitgliederversammlung sprachen sich die Mitglieder gegen eine Auflösung der Künstlergruppe aus, obwohl fast alles von Art Connection bei dem Brand in Roncas Atelier zerstört wurde. Die damalige Sprecherin Pamela Granderath übernahm den Vorsitz Roncas bis zur turnusgemäßen Neuwahl. Die Gruppe bezog das Büro in Granderaths WG in Flingern und konnte Dank vieler Sach- und Geldspenden schon bald wieder tätig werden.

 April 1997

Das erste Projekt unter neuem Vorsitz, zu dem eine Arbeitsgruppe gebildet wurde, war die Teilnahme an der „Nutzungsfindung für den Ostflügel von Schloss Benrath“. Die Mitglieder E. Krohn, A. Mundy, Y. Hollunder und P. Granderath erarbeiteten über Monate ein Konzept für den Ostflügel. Die Mitglieder planten eine kulturelle Begegnungsstätte für Menschen aller Altersgruppen, mit Ateliers für Künstler & Schriftsteller, Café, Veranstaltungs- und Gruppenräumen, Ausstellungsflächen und einem Austauschprogramm mit Künstlern der Düsseldorfer Partnerstädte weltweit. Leider wurde der Vorschlag von Art Connection nicht berücksichtigt.

Juli 1997

Nach der Neuwahl des Vorstands im Juli wurden gleich zwei neue Projekte aus dem Boden gestampft. Die Ausstellungsreihe „Short Ex“ mit vier einwöchigen Veranstaltungen in vier Monaten und die Lesereihe „WP8“ im gleichnamigen Künstlerverein, die drei Jahre lang ihr kleines aber feines Publikum fand.

 September 1997

Beginn der monatlichen Lesereihe im Künstlerverein WP8 Düsseldorf. Es lasen rund 40 Autoren aus Düsseldorf und Umgebung. Viele Unbekannte wie Markus Veith, Newcomer wie Markim Pause, preisgekrönte Literaten wie Gino Chiellino und Thomas Hoeps oder Gruppen wie „13 Neumes“ traten auf. Es gab Lesungen auf Italienisch, Polnisch und Englisch. Dazu kam die musikalische Begleitung – einmal sogar mithilfe eines Staubsaugers. Teilweise wurden Videofilme, Dias oder Episkope unterstützend eingesetzt. In drei Jahren wurde also eine Fülle verschiedenster literarischer Darbietungen und poetischer Spielformen vorgestellt (im Jahr 1997 gefördert vom Kulturamt der Stadt Düsseldorf). Der Referent Christoph Wolf vom Künstlerverein WP8 und Pamela Granderath haben die Lesereihe organisiert und betreut. Wenn das WP8 auch nicht die beste Location ist und wir auch nicht immer unter den besten Bedingungen dort arbeiten konnten, haben wir uns stets bemüht, das Beste daraus zu machen.

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An dieser Stelle sei noch mal allen Autoren gedankt, die oft mit wenig Honorar, aber immer mit viel Spaß dabei waren. Da lasen unter anderem: Ralf Blaha, Gino Chiellino, Stan La Fleur, Frey Stosz, Robbi Göllmann, Thomas Hoeps, Uta Jung, Wehwalt Koslovsky, L’Allstars, Chiara de Manzini, J. Odenthal – der Gegenpapst, Markim Pause, Regina Ray, Klaus Rossmanek, Katja Reinicke, Lasse Samström, Ursula Ströbele, Philipp Schiemann, Frank Schablewski, Tuha, Markus Veith, Michael Wefers und viele mehr…

Undergroundliteratur von Schiemann im WP8

Düsseldorf (RP) 31.07.2000. Es liegt immer noch Rasen auf dem Boden des etwas versteckt am Worringer Platz gelegenen WP8. Letzthin konnte man in dieser von einer Künstlergemeinschaft betriebenen Lokalität noch den Niedergang der Nationalelf verfolgen. Jetzt ist der längliche, heruntergekommene Raum prall gefüllt; die wenigen Stühle sind besetzt; der Rest des Publikums sitzt auf dem Rasen oder muss stehen.

Aus der Decke ragt ein Kabel, wo eine Lampe hätte sein sollen; verwelkte Blumen auf den mit karierten Tischdecken behangenen Sideboards – Underground. Räucherstäbchen und rote Grablichter runden die Stimmung ab. Nun fand hier, wie jeden letzten Sonntag im Monat eine Autorenlesung der Künstlergruppe „Art Connection“ statt, diesmal mit Philipp Schiemann. Er steht bereits vorne: „Warten we jetzt noch was? Zehn Minuten, kauft euch noch ’n Bier.“ So lässig, wie er sich anhört, ist er aber nicht.

Er schreibt gerade an einem neuen Buch, weiss nicht ob er daraus rezitieren soll oder alte Burroughs- und Bukowski-Texte – nein die will er auch nicht lesen. Was soll’s? dann legt er auch schon fast los. Es werde viel Trauer und Gewalt geben, prophezeit er, aber daran könnte er auch nichts ändern. Die Welt ist hart, und das hat er beschrieben. Entsprechend verurteilt er schon im ersten Text „Entertainment um jeden Preis“, schimpft er auf RTL Reportagen, die wie die Augsburger Puppenkiste wirken, und garniert das Ganze mit einer Prise „Sex and Drugs“. Mit belegter Stimme trägt er vor; arrogant scheint er über den Dingen zu stehen; abgebrüht berichtet er vom Underground, von der Szene, der Strasse. Das ist die Stimme. Aber der immer wieder ins Publikum geworfene leere Blick geht tiefer, verrät mehr.

Es ist die Sicht eines Underdogs, der es irgendwie geschafft hat, sich zu behaupten, der nach aussen hin repräsentativ sein muss wie das Mafia-Mitglied in einer seiner Geschichten. Das Mafia-Mitglied, das den Psychiater begeistert, der ihm gebannt zuhört – wie jeder Gast am Worringer Platz. Schiemann sieht aus, wie man sich jemanden vorstellt, der allerhand mitgemacht hat, oder zumindest wirkt er nicht wie ein Bankangestellter mit seinem grossen Tatoo auf dem Arm. Da kann es schon mal passieren, dass jemand Angst hat, Schiemann könnte „Politessen als Klassenfeinde“ bezeichnen. Aber das ist wohl unbegründet, denn man merkt, dass Gewalt ihn nicht kalt lässt; dass er sich manchmal durch die Texte kämpft. Vor einigen Texten muss er kurz durchatmen, als ob die Erinnerung noch zu frisch, die Gewalt noch zu greifbar, oder vielleicht auch so was wie Schuld zu präsent, nicht zu überwinden sei. „Ich sehe keine Gnade, ich möchte hell sein, ich möchte weinen, weinen.“

Guter Rat am Schluss

Zwischendurch sucht er Kontakt zum Publikum, dem er immer wieder einen Lacher abgewinnen kann, obwohl oder gerade weil seine Welt so monströs grausam ist. Denn was bleibt einem schon, als über diese Absurdität genannt Leben zu lachen? Und manche im Publikum scheinen zu wissen, wovon der ehemals Süchtige spricht. Doch Schiemann kann auch anders. Er setzt an zum finalen Todesstoss, selbstironisch grinsend, vergisst aber nicht, einen Text nachzuschieben, der „einen wieder hochzieht“. Aber dieser Text sollte hier nicht erwähnt werden, ebenso wie es unmöglich scheint, an dieser Stelle darzulegen, was es mit der im PC auftauchenden Metapher des „Schiffe Versenken“ auf sich hat, denn das wäre keinesfalls political correct. Am Ende entlässt er das Publikum mit einem Rat. „Nichts ist second hand, alles ist exklusiv“, also nutzt eure Chance! Und zeigt damit, dass es mehr als Verachtung und Hass sind, die er der Gesellschaft als Spiegel entgegen halten möchte.

September 1997

Den Auftakt zur „short ex“ Reihe machte der bildende Künstler Gregor Russ mit der Ausstellung „was it a goal?“. Ralf Blaha (Essen) las dazu Assoziativ- und Lautgedichte. Der zweiten Ausstellung mit Fotos aus New York von Andreas Schicko und Texten von Stan La Fleur (Köln) und Philipp Schiemann schlossen sich im November die Bilder des Malers Jörg-Thomas Alvermann und die Lyrik von Frank Schablewski an. Den Abschluss der „short ex“ Ausstellung bildeten der Aktionskünstler Matthias Schamp (Bochum) und der Autor Thomas Hoeps mit der „Retro Culture Hoeps“ Lesung. Der „Kunstraum 7“ auf der Nachtigallstrasse wurde von dem Künstler Salim Kureishy zur Verfügung gestellt.

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 Oktober 1997

Nach langer Pause erscheint nun endlich die PIT STOP Nr. 3 mit „Assoziativ und Lautgedichten“ von Ralf Blaha, als Audiotape (25 min), gefördert und aufgenommen vom Tonstudio „Räubert Rock Rental Studios“, Düsseldorf. Trotz einer Auflage von 100 Stück, waren nach kürzester Zeit alle Audiotapes vergriffen. Für alle die kein Tape ihr eigen nennen haben wir hier das Original für euch – der Sound ist typisch Kassette:

November 1997

Die Jahreslesung von Art Connection fand traditionell im Schnabelewopski statt und zwar dieses Mal mit den Autoren des „short ex“ Ausstellungsprojektes. Philipp Schiemann, Frank Schablewski, Ralf Blaha und statt Thomas Hoeps las Matthias Schamp.

 Rheinische Post vom 12.12.1997

Grelle Wortzeitreisen durch ein Fixer-Leben

Wer sich bei der Jahreslesung von „Art Connection“, einem Initiativ-Verein junger Künstler, im „Schnabelewopski“ auf einen besinnlichen Abend mit heimeligen Adventsversen und Mahnungen zur inneren Einkehr eingestellt hatte, der hatte sich getäuscht. Was drei der vier eingeladenen Autoren hier von sich gaben, war aggressive und exhibitionistische Underground-Literatur. Ralf Blaha machte den Anfang mit der Kurzgeschichte „Albert und Veronika“ über einen Physiker, der auf der Suche nach der Weltformel, nach dem, was die Welt im Innersten zusammenhält, in seinem Arbeitszimmer eine aufblasbare Plastikpuppe in Frauengestalt findet und sie zu Selbstbefriedigungszwecken zu nutzen weiß.

 Lautgedichte, Silbenspiele

Nach dem Prosa-Text voller Pointen und Überraschungseffekte las Blaha experimentelle Lyrik, Lautgedichte mit durchkomponierten Klanggestalten. Sprachlich ausgefeilte Verse wie in „Keep on rolling Sisyphos“ arbeiten mit Assoziationen und Silbenspielen. Blaha, Doktor der Physik, sieht die Arbeit am Wort ähnlich experimentell wie die naturwissenschaftliche Forschung. Er orientiert sich vor allem an Vertretern der konkreten Poesie wie Ernst Jandl oder Kurt Schwitters. So legt er einzelne Sprachmoleküle zusammen, mischt sie mit Werbesprache und Anglizismen oder gestaltet, der Text-Bedeutung gemäß, seine Lesung fast musikalisch (so in dem Gedicht „Laut-Leise“). Wie bei allen Beispielen der konkreten Poesie lebt auch Blahas Lyrik vom Vortrag. Es ist ein Genuss, ihm bei seinem schnellen, engagierten Lesen zuzuhören. Der zweite Autor des Abends wurde von Moderator Thomas Hoeps als „Multitalent“ vorgestellt. Philipp Schiemann arbeitet als Schauspieler und Musiker, nebenbei schreibt er radikale und unbequeme Texte, die man vielleicht am besten mit dem Begriff Trash-Literatur umschreiben könnte. Er selbst definiert seine Geschichten als „down to earth Prosa“, die von „bodenständigen Zeug“ handeln. Im nächsten Frühjahr wird eine Novelle von ihm erscheinen, „Suicide City“, aus der er Auszüge vortrug. Es ist die Geschichte eines Junkies, der in zwei Welten lebt, der harten, schmutzigen Realität und einer Traumwelt, die er in seinen Räuschen bereist. „Suicide City“ ist halb auto-biographisch angelegt, wobei Schiemann kein Betroffenheitsphatos auflegt, sondern sarkastisch und ironisch die Widrigkeiten und Entrücktheiten des Fixer-Lebens schildert. Da leben zwei Sadomasochisten mit einer Heroin-Süchtigen und Baby in einer WG, und es ergeben sich blutige und schleimige Szenen, an denen der Zuhörer/Leser in allen Einzelheiten teilhaben darf. In einer Traum-Passage erzählt er von einem Rocker-Krieg gegen wilde, menschenfressende Zombies – ruhe – und gnadenlos treibt Schiemann die Ereignisse voran, präsentiert Ekelerregendes und Peinliches , aber immer sprachlich prägnant und dramaturgisch genial. Das ist Underground-Literatur vom Feinsten, von Schiemann packend vorgetragen.

Nach der Pause, in der man sich ein wenig erholen konnte, ging es ähnlich derb weiter. Matthias Schamp Konzept-Künstler und Literat, las aus seiner Erzählung „Das letzte der großen Gefühle“. Die Erzählung ist der Gattung der Reiseliteratur zuzuordnen, arbeitet aber mit surrealen Motiven und neuen, ungewöhnlichen Metaphern. Eine Reisegruppe fährt da durch interstellare Kriegsgebiete und wird von der Reiseleiterin zu wahren Gefühlsausbrüchen animiert. Schamp reiht Science-Fiction-Elemente gekonnt aneinander und steigert „Das letzte der großen Gefühle“ zu orgiastischen Höhepunkten. Seine Texte sind, wie er sagt, hochartifiziell und zeichnen sich durch bewusste fiktionale Verdichtung aus. Die langen Schachtelsätze fordern vom Zuhörer viel Konzentration; es ist keine leichte Kost, die Schamp zubereitet, dafür aber nahrhaft.

Ruhige Symbolische Verse

 Frank Schablewski war der letzte Autor im Bunde, der einzige, der ausschließlich Lyrik vortrug. Der Preisträger des Düsseldorfer Dichterpreises 1995 studierte bildende Kunst und Tanz und präsentierte schon fast traditionelle, hermetische Verse. In symbolschwangerer Sprache montiert er Stimmungsbilder,

so, wenn er Vorstadtplätze beschreibt (Gras vernarbt / in Brutstädten / auf Schorfböden / neben Blattwerkstücken) oder Porträts lautmalt („Doppelkind“ / Sich selbst aus dem Gesicht geschnitten / sich aus den Fingern gesaugt / in Leitgedanken verloren“). Schablewski hatte einen schweren Stand, nach all den schrillen Texten, schlug er die leisen Töne an, entließ die Hörer doch in besinnliche Stimmung

ISABELLE TÜMENA

 März 1998

PIT STOP Nr.4 erscheint endlich und trägt den Titel „Süßholzköpfe“ – mit Lyrik Texten von Frank Schablewski. Er ist der zweite Autor, der aufgrund seiner Veröffentlichung bei PIT STOP einem Verlag auffällt und der kurz darauf seinen ersten Gedichtband „Lauffeuerpausen“ bei Rimbaud (Aachen) vorlegt. Mit seinem neuen Buch „Mauersegler“ hat Schablewski, nach „Wasserfälle“, seinen dritten und letzten Lyrikband geschrieben. Mit dem Förderpreis in der Sparte Literatur der Stadt Düsseldorf ausgezeichnet, ist Schablewski nun der fünfte Förderpreisträger aus dem Hause Art Connection.

an Baggerlöchern

nach wie vor

Mittagszeiten

alles voller Wagen

still an Stadtwälder gelegt

aus dem Verkehr gezogen

gleich da

neben Schlagbäumen

ganz klare Verhältnisse

unten

hingeworfen an Baggerlöchern

so Viele von da und dort

Arm in Arm

von Hand zu Hand

nichts anhaben

Weite gesucht

in heiße Luft gestarrt

aus Fettaugen rot

und schwarz

gebrannt

von Liebreiz überflutet

mit sich selbst

gesprächig in Sterbensworten

in Wasser und Schweiß gebadet

bis zur Unkenntlichkeit bebrillt

selbst die Hand angelegt

In Gedanken

beim Nächsten

sich lebhaft vorgestellt

Mai 1998

Anlässlich der Buchveröffentlichung von Thomas Hoeps „Pfeiffer bricht aus“ (Selene, Wien), veranstaltet Art Connection eine 8-teilige Lesereihe in Krefeld & Düsseldorf. Lesungsorte in Düsseldorf waren BiBaBuZe, Schnabelewobski, WP8 und Literatur Rudolf Müller.

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 April 1999

Foto-Ausstellung mit der Becher Schülerin Edith Glischke, dazu erschien ein Katalog mit Texten von Pamela Granderath. Die Klanginstallation erstellte Dr. Koch. Die Räumlichkeiten, das Holli 199 in Düsseldorf Flingern, stellte Yvonne Hollunder für dieses und weitere Projekte zur Verfügung

14 edith

Wegen des großen Erfolges wurde das HOLLI 199 weiterhin von Art Connection genutzt, um Düsseldorfer Künstler auszustellen.

 August 1999

Lesung mit Frank Schablewski anlässlich seiner Buchveröffentlichung „Lauffeuerpausen“ bei Rimbaud, Aachen. Die Lesung wurde in der Bergerkirche Düsseldorf in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung „Literatur bei Rudolf Müller“ und der Johanneskirche (in Gestalt von Pastor Thorsten Nolting) abgehalten.

 Nov 1999

Die Ausstellung „Waschzwang“ mit Bildern (Öl auf Leinwand) von Dietrun Arendt fand ebenfalls im HOLLI 199 statt. Zur Vernissage führte Sabine Seume einen Butho Tanz vor, Musik kam von „Staub“.12 waschzwang

 Oktober 2000

Die Ausstellung der Siebdrucke „total seventies“ von Hansa Wisskirchen ebenfalls im Holli 199.

 März 2001

Die PIT STOP Nr.5städtische Welt“ mit Kurzgeschichten von Uta Jung erscheint und wird vorgestellt in der Lesereihe „Erlesene Weibstücke“ (In Kooperation mit Zakk, Komma & Frauenbuchladen). Veranstaltungsort ist das HOLLI 199.

Auszug aus “Städtische Welt”

Geduldig rührte Paul Schott in seinem Kaffee, mit ernster Miene, anteilnehmend; er dachte an eine Arbeit, die am nächsten Tag fertig sein musste und wurde innerlich ungeduldig oder vielleicht sogar ein wenig aggressiv bei der Vorstellung, noch minutenlang des Freundes Lamento über den Tod einer völlig Unbekannten anhören zu müssen. Unwillig bestellten sie ein Bier – in stillem Einvernehmen. ,,Wie läuft es in deinem Job?” versuchte Paul Schott die Themenauswahl zu steuern. ,,Ich glaube du begreifst das Ausmaß der Sache nicht”, beharrte er zäh, unnachgiebig, ein bisschen betrunken, ,,nicht nur diese Frau hat sich das Leben genommen, sie ist bereits die zweite, die von der selben Stelle aus ihr Leben verließ…”·’ Ihr Leben verließ , wiederholte flüsternd, kopfschüttelnd Paul Schott. Er hob die rechte Hand, um der Kellnerin anzuzeigen, das sie noch eine Runde Bier wollten.

,,Etwas Kaltes, Diffuses zieht mich hinab, seitdem”, monologisierte er, ,,oft fällt es nur schwer, die Realität zu fassen, festzuhalten, mich selbst als Person exakt wahrzunehmen… es fällt mir schwer, mich zu konzentrieren   Er rülpste leise, hemmungslos. „Manchmal habe ich den Eindruck, alle Menschen seien verrückt. Das ängstigt mich sehr.“ Er rieb mit dem Daumennagel Löcher in seinen Bierdeckel. Paul Schott sah mit ernsten Augen.

,,Vielleicht solltest du professionelle Hilfe in Anspruch nehmen”, schlug er vorsichtig vor; schlagartig schoss ihm ein heißer Schwall in den Kopf, und ihm wurde klar, das auch er bereits betrunken war.

Sie tranken noch ein Bier, tauschten sentimentale Erinnerungen aus, verabschiedeten sich später küssend.

Paul Schott wusste sicher, das sein Freund tief verletzt, beleidigt, empfindlich getroffen war; der erteilte Rat war zu brutal oder direkt gewesen.

Lustlos ärgerte er sich über seine Wehrlosigkeit. Der Redakteur hatte ihm wieder zwei haarsträubende Romane untergeschoben, die innerhalb der nächsten Wochen übersetzt werden sollten. Er hasste diese Romane. Diese speziellen, die jetzt seine nächste Zeit beanspruchen, in seinen privaten, intimen Bereich dringen würden. Hässlich erschien ihm diese Arbeit. Und steril waren diese Romane; die Passagen, in denen die Protagonisten Sex hatten, wirkten künstlich übergestülpt, zwanghaft, so daß er erheitert auflachte bei dem Gedanken daran.

Im Laufe der vergangenen Tage hatte er aus diversen Tageszeitungen und aus dem Internet akribisch Informationen über die Todessprünge archiviert und in einer Pappmappe abgeheftet. Dies suggerierte sinnvolle Beschäftigung, lenkte von dem Gedanken ab, es könnte krankhaft sein, sich vermehrt mit den Selbstmörderinnen zu befassen. Ziel war es nun, die Adressen und später die Familien dieser Frauen ausfindig zu machen. Er wollte mehr über sie erfahren, nachvollziehen können, woher sie den Mut zum Sprung genommen hatten. Vielleicht hatten die Frauen Tagebücher, Notizen, Abschiedsbriefe hinterlassen. Am besten, am sinnvollsten wäre es, bei der Polizei anzurufen und die Namen der Frauen zu erfragen, dachte er. Er ärgerte sich wesentlich darüber, am Tage seiner Beobachtung keinen Fotoapparat dabei gehabt zu haben.

Uta Jung Karpalov

 Juni 2001

Nur drei Monate später erscheint die PIT STOP Nr.6 „Tiere vor Gericht“ von Markim Pause und wird auch gleich – in Kombination mit einer Fotoausstellung „Mods & Faces“ von LORD – im HOLLI 199 vorgestellt.

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Alleinunterhalter Pause

Irgendwo in Mexiko                                  Aus Tiere vor Gericht

Walter der Zitronenfalter,

war kein junger, sondern alter Schmetterling

und hing

als er noch kleiner war,

als Raupe in’ ner Touri-Bar.

Sein Compadre Gunther

Hing wie er nicht munter,

sondern völlig raupenstumm

mit ihm in der Kneipe rum.

Gingen nachts die Gäste heim,

tranken beide gern’ nen Wein.

Manchmal zwei, drei oder vier!

Es säuft nun mal das Raupentier.

Sie frönten manchem derben Spaß,

und Gunther sprang, als hoch am Rande er mal saß,

in ein noch gut gefülltes Glas.

Da musste Walter herzhaft lachen:

Was macht der Kerl für dumme Sachen?

Der Gunther hat wie wild gewunken –

Trotzdem ist er dann ertrunken.

So ist zwar des Walters Freund verschwunden,

doch ward der Wurm im Drink erfunden.

Der Zitronenfalter Walter

Erzählte dies von Köln bis Malta.

Und so wirft selbst in Manila

Jeder’ nen Wurm in den Tequila.

 September 2001

Als letztes Projekt in den Räumlichkeiten des HOLLI 199 veranstaltet Art Connection die Foto- & Objektausstellung „New York“ mit der Designerin Yvonne Hollunder, die für zahlreiche Veranstaltungen das HOLLI zur Verfügung gestellt hat. Da dürfen natürlich der Underground-Literat Philipp Schiemann und die abgespacten Klanginstallationen von Dr. Koch und Michael Gillmeister nicht fehlen.

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Philipp Schiemann

7 vibravoid

Dr. Koch & Gillmeister (li)

Mai 2002

SHORT STORY’s und WORTSPORT sind Leseabende in der Veranstaltungsreihe der „HARPUNE“ – organisiert von Art Connection. Jeden 1. & 3. Dienstag im Monat laden Markim Pause und Pamela Granderath außergewöhnliche Autoren zu „short story‘s“ und die besten Poetry Slammer zum „Wortsport“ ein. Auf der Suche nach einem neuen Poetry Slam Format, welches die Vielseitigkeit der Aktivisten und Autoren einem noch breiterem Publikum immer öfter präsentiert, bildeten sich gleich zwei Formate. Um den Autoren mit den längeren Geschichten, die bei einem Slam wegen der Zeitvorgabe ihre Texte oft teilen müssen, die Chance zu geben, mal „am Stück“ zu lesen, luden wir diese zu „short story’s“ ein. Die schnellen Dichter wurden in Grüppchen und Häppchen den Zuhörern beim „Wortsport“ serviert. Viele Slamgrößen und Newcomer waren in der gutbesuchten Harpune zu Gast, doch leider konnten die Veranstalter keine weiteren Mittel mehr zur Verfügung stellen, sodass wir schon im Juli die Lesereihe beenden mussten.

Die Autoren:

„Short Story’s“      mit der Social Beat Legende Jan Off

„Wortsport“           mit Dagmar Schönleber, Torsten Fischer, Katinka Buddenkotte

„Short Story’s“      mit Jaromir Konecny

„Wortsport“             mit Lasse Samström und J. Odenthal der Gegenpapst

„Short Story’s“,     mit Timo Brunke

„Wortsport“,           mit Florian Graf H.H. von Hinten und Selma Doppeldecker

6 papst kreis 

Die spektakulärste Lesung in der Harpune war sicherlich die vom Gegenpapst (Foto links), der mit seinem Programm „Wurstpolizist Jean D’arm und die vier Schließmuskeltiere“ alles gab. Es war zu vermuten, dass Odenthal uns in die tiefsten Geheimnisse seiner Dichtkunst einführen wird. Dass er dabei die Hose runterlässt ist normal, sonst kann er kein Pimmelautogramm geben… auch wenn dies alles ein wenig derb klingt, hat der Papst soviel Charme, dass sich eigentlich noch nie ein Zuhörer abgewandt hat, egal was auf der Bühne passierte… und King Lasse Samström (re), der zweifache National- Slamchampion 2002, wie immer bierphilosophierend, warf mit Odenthal noch eine Münze und musste sich ebenfalls freimachen – oben rum…

 Juni 2002

Lesung anlässlich der PIT STOP Nr. 7 „wenn die Apfelsinenkönige versagen“, mit Gedichten auf Deutsch und Spanisch von Jörg Schwarz. Es las und sang außerdem Karin Knipphals die spanischen Texte, wobei sie musikalisch von Frank Michaelis begleitet wurde. Erstmalig wurden die Räume des KUNST-MUSIK-RAUM für das Publikum geöffnet. Gefördert vom Kulturamt der Stadt Düsseldorf.

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November 2002

In Zusammenarbeit mit dem Kulturforum Grevenbroich e.V. entstand in Grevenbroich das dreitägige Projekt „Nackte Nächte“. Nachdem zwei Maler aus Havanna drei Monate in Grevenbroich zu Gast waren, wurden nun an einem Wochenende rund 50 Bilder ausgestellt. Das Rahmenprogramm wurde von Art Connection organisiert.

Der Jugendsünden-Dichter J. Odenthal, Eingeborener aus Grevenbroich, trat am Freitag mit seiner Kapelle: „die Chromosomen-Combo“ auf. Mit seinem erweiterten Programm: „Der Wurstpolizist Jean D’arm und die vier Schließmuskeltiere“ war klar, dass kein Auge trocken blieb und keine geschmackliche Entgleisung ausgelassen wurde.

Am Samstagabend spielten „Dharma Elektrik“, fünf Musiker ebenfalls aus Grevenbroich, live zu Buster Keaton Stummfilmen.

Zum Sonntäglichen Brunch servierten Katinka Buddenkotte & Pamela Granderath abwechselnd gemeine Geschichten und das Trio „String Time“ spielte Bar Jazz .

3 trio

Mai 2003

Die Ausstellungsreihe Flausen, zum zweiten Mal von Künstlern aus Flingern veranstaltet, entstand in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit dem KUNSTWELTRAUM e.V. (ebenfalls ein Förderverein für Kunst & Kultur) in deren Räumen auf der Herrmannstrasse 22a. Ausgestellt haben die in Krefeld lebenden polnischen Künstler Andrzej „Fant“ Swierczynski und Jystina „Tuha“, Ölbilder und Zeichnungen.

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März 2004            Start der Lesereihe „Sofageflüster“ (bis 2007)

Als wir im März 2004 mit der neuen Literaturreihe Sofageflüster begannen, wurde dieser Start von einer sehr guten und flächendeckenden Presse begleitet, sodass sich zu der ersten Lesung rund 70 Zuschauer im Café des zakk einfanden und den Worten des Slam Poeten Fatzke Schulmeister lauschten. Der Lesung mit Katinka Buddenkotte im April ging ein ganzseitiges Interview / Porträt im Coolibri voraus, womit sie knapp 60 Paar Ohren in das Wohnzimmer lockte. Als der zwölfjährige Sam Schott auf dem Sofa Platz nahm, war das Interesse an seinen Texten sehr groß und im Interview benahm er sich wie ein alter Hase. Es folgten bekanntere und weniger bekannte Autoren, sodass es mal mehr, mal weniger interessierte Besucher gab. 2007 wurde das Konzept und auch der Name in “Literarische Plattform” geändert (siehe weiter unten).

Autoren im Jahr 2004: Fatzke Schulmeister, Katinka Buddenkotte, Sam Schott, Frank Schablewski, Birgitt Muh, Uta Jung, Rolf Sierlinski, Sandra Honnef, Markim Pause

Autoren im Jahr 2005: Peter Philipp, Jonas Jahn, Matthias Schamp, Larissa Boehning, Bettina Gundermann, Heide Küsters, Kirsten Fuchs, Heike Smets

Autoren im Jahr 2006:  Bärbel Klässner, Weinrich Weine, Micha Bach, Jul/Aug Platz Da! Aktion, Andreas Kleindopf, Stefan Schmidt

Juni 2004            Ausstellung 10 Jahre ART CONNECTION

In der Galerie K22a auf der Hermannstraße 22a in Düsseldorf waren die Wände voll mit Postkarten, Fotos, Texten und Bildern aus der Sammlung Art Connection – man sagt auch Ausstellung der letzten zehn Jahre dazu… Es lasen Markim Pause, musikalisch begleitet von Anakoluth Ersatz und den grandiosen Klanginstallationen von Ch. Koch.

1 Postkarte

Dezember 2006     Start des Literaturautomaten     (bis heute)

Der Literaturautomat löst die “Pit Stop Publications” ab und ist eine Initiative von Art Connection in Kooperation mit zakk, zur Verbreitung deutschsprachiger Literatur. Die Schächte  ehemaliger Zigarettenautomaten bieten AutorInnen aus Düsseldorf und der gesamten Republik, sowie Österreich und den Niederlanden, die Möglichkeit, ihre Texte einem interessierten Literaturpublikum auf sehr unkonventionellem Wege vorzustellen. Der Automat und die Boxen wurden von der Künstlerin Justyna Tuha gestaltet und erscheinen im schlichten und ansprechenden Design, der anspricht ohne vom Inhalt abzulenken… Für zwei Euro erhält man eine Box mit insgesamt fünf kurzen Texten, einer Biografie der AutorInnen und einem Informationskärtchen auf dem vermerkt ist, wer den Automaten bestückt und wann die nächste Neubefüllung sein wird. Manchmal befinden sich auch Miniaturen in einem Schacht, wie zum Beispiel die Poesie-Magneten, des Düsseldorfer Künstlers Klaus Sievers, ein Daumenkino, Fotos von Edith Glischke, Christof Wolff oder auch mal Geburtstags und Lyrik-Buttons. Alle acht Wochen werden die Automaten mit neuer Poesie befüllt. In jedem Automaten sind dieselben AutorInnen gleichzeitig vertreten und jede/r der mitmachen möchte, kann sich online bewerben. Da die Textkarten etwa so groß sind wie Visitenkarten, müssen sich die AutorInnen intensiv mit dem Medium auseinandersetzen, es sei denn sie produzieren ohnehin sehr kurze Gedichte. Pro Jahr verfeinern so fast 40 SchriftstellerInnen oder AutorInnen-Kollektive die Leselandschaft in Düsseldorf und Umgebung mit ihren kleinen Gedichten und Geschichten und sorgen so für zeitgenössische Literatur von Dornbirn bis Venlo.

Literatur Automat Aufkleber 1Alle bisher erschienenen Publikationen werden von dem wohl bedeutendsten deutschen Literaturarchiv in Marbach archiviert, was unserem Automatenprojekt einen weiteren Sinn gibt. Wir tragen zu einer umfassenden Sammlung zeitgenössischer Literatur bei und sind nun Teil deutscher Literaturgeschichte.

 2007                    Start der literarischen Plattform (bis Jan 2014)

Die Idee junge Autoren/-innen bei der „Literarischen Plattform“ in besonderem Maße zu unterstützen und zu fördern führte uns zu diesem Format. Grundgedanke hierbei war von Anfang an, dass die jungen Erwachsenen vor einem fachkompetenten Publikum lesen und ein direktes Feedback zu ihren Werken erhalten. Die eingeladenen Spezialisten/-innen aus dem Düsseldorfer Literaturbetrieb waren überrascht von der Qualität der Texte, insbesondere weil die Teilnehmer/-innen oft noch sehr jung waren (15-24 J.). Unter anderem waren folgende Spezialisten dabei: Michael Serrer, Regina Matthes, Selim Özdogan, Heike Funke, Sascha Pranschke, Dr. Mithu M. Sanyal, Maren Jungclaus, Olaf Cless, Ruth Profe Bracht, Sascha Pranschke, Dirk Tietenberg, Heike Billhardt, Pamela Broszat, Sven-André Dreyer, Gabriele Köster, Jens Neutag, Christina Kiesewetter, Matthias Bickenbach, Sandra Marx  u.a. in Kooperation mit dem Literaturbüro NRW e.V., zakk und der freundlichen Unterstützung vom Kulturamt Düsseldorf durchgeführt.

Autoren in den Jahren 2007-2009: Kira Lörwald, Fabian Frehse, Sarah Mück, Andreas Niederprüm, Theresa Rath, Jan Coenen, Judith Gottschalk, Stella Volkenand, Sandra Martelock, Kira Dell, Michael Feindler, Hanna Schörken, Letizia Stefka, Christina Bröker, Meera Krishnaswami, Jessica Lehmann, Michail Bagaviev, Catharina Kirchhoff, Nina Bläsius, Jana Groh, Monika Malczewski, Lara Müller, Gasal Ahmad, Cerise Beermann

Im Jahr 2010 haben wir das Konzept erweitert. Die Nachwuchsautoren wurden dann von Förderpreisträgern der Stadt Düsseldorf begleitet und es wurde gemeinsam gelesen. Autoren 2010 Nachwuchspoet & Förderpreisträger Mark Fritsche & Peter Philipp, Timon Jansen & Thomas Hoeps, Sina Klein & Pia Helferrich, Susanna Ott & Silvia Kafke

2011 haben wir dann Workshops an einem Wochenende angeboten, die mit einer anschliessenden Lesung im zakk beendet wurden. Autoren 2011-2014 Workshop mit Frühstückslesung: Anke Fuchs, Dorian Steinhoff, Heike Smeets, Pamela Granderath, Ahne und Theresa Hahl.

Diese Veranstaltung haben wir in Kooperation mit zakk und der freundlichen Unterstützung vom Kulturamt Düsseldorf durchgeführt.

2009              13. deutschsprachige Poetry Slam Meisterschaften

Seit 1997 gibt es jedes Jahr nationale Meisterschaften im Poetry Slam, beginnend in Berlin, München und Weimar kamen diese 2000 erstmalig nach Düsseldorf. Im Jahr 2009 kehrten die deutschsprachigen Meisterschaften nicht nur nach Düsseldorf zurück, auch Art Connection war zum zweiten Mal als Veranstalter beteiligt. Die Veranstaltung, die vom 29. bis zum 31. Oktober stattfand, lockte 250 Poeten und Poetinnen und Slammaster in die Landeshauptstadt. Spielstätten waren das zakk und das Schauspielhaus Düsseldorf, sowie diverse Clubs in der Umgebung, wo die After Slam-Shows bis in die frühen Morgenstunden die Slammer bei Laune hielten. Das Finale der Poetry Slam Meisterschaften sahen sich rund tausend Zuschauer im großen Haus an. Insgesamt zog die Veranstaltung rund 9000 Besucher in ihren Bann.

Wer noch nicht genug hatte, konnte im Paul-Jahnes-Stadion sogar gegen die Autorennationalmannschaft Fußball spielen oder abends ihre Lesung in der Bar 95 besuchen. Moritz Rinke las aus seinem Roman, Klaus Cäsar Zehrer das Gedicht “Der Buddha auf der Außenbahn”, Jörg Schieke diverse Gedichte, Andreas Merkel die Erzählung “Schwule Fußballa” und Benedict Wells gab Auszüge aus seinem Roman “Spinner” zum Besten.

Die 13. deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften waren die größte literarische Veranstaltung, die Art Connection bisher in Kooperation umgesetzt hat.

2010                        Arbeitsstipendium Jessica Lehmann

Zum ersten Mal wurde ein ganzjähriges Arbeitsstipendium an die Lyrikerin Jessica Lehmann vergeben. Aus der Begründung der Jury: […] Lehmanns Texte handeln vom Leben, Gesellschaft und Sprache…schreibt in rasantem Rhythmus… verwendet eigene Wortschöpfungen… Sie arbeitet mit bedrohten Wörtern oder parodiert die pathetische, sentimentale Liebesdichtung. Insbesondere die Verwendung zeitgenössischer Sprache und die Entwicklung neuer poetischer Formen wie “Speedlyrik” machen ihre Arbeit nicht nur interessant sondern wichtig. […]

Das Stipendium umfasst die intensive Betreuung durch fachkompetente Literaturexperten_innen, die Bereitstellung von Arbeitsräumen, -Literatur und Materialien. Art Connection bemüht sich um die Vermittlung von honorierten Auftritten, berät umfassend bei Verlagsabschlüssen und informiert über Ausschreibungen und Wettbewerbe.

Publikationen
2008 – ARTig V – Eine Frage der Gesellschaft
2009 – ARTig VI – bye bye Backfisch
2010 – digitalkunstrasen – kredenztes Kauderwelsch
2010 – digitalkunstrasen – zwei verdichten
Preise
2009 – nominiert für den ARTig Award
2010 – Arbeitstipendium ART CONNECTION
2010 – 1. Preis Blog-Lyrik Compete2010                                                                                                                 2012 – 1. Preis Sms-Lyrik Compete 2012

August 2013               Hinterhoflesung 

Art Connection und zakk veranstalteten erstmalig  gemeinsame open-air Lesungen in besonders schönen, oder besonders hässlichen Hinterhöfen und luden die Nachbarn ein, bekannten und weniger bekannten, sowie völlig unbekannten Autoren und Autorinnen zu lauschen. Es waren immer drei Lesende, immer Donnerstag, immer 19:00 Uhr, immer Eintritt frei, immer moderiert von Pamela Granderath ( auch bei Regen). Rückblick mit Bildern hier

Es lasen: Finn Ole Heinrich, Dorian Steinhoff und Laura Voß, Pia Helfferich, Anke Fuchs, Peter Phillipp und Mark Fritsche, Tilman Rammstedt, Lasse Samström und Jessica Lehmann

2014                     Literaturautomat Reloaded – jetzt Minibücher

Statt der bisherigen fünf Textkarten, produzieren wir nun kleine Minibüchlein, die mit 12 Seiten ausreichend Platz bieten für Texte aller Art. Einen Probelauf haben wir im letzten Jahr durchgeführt, der so gut angenommen wurde, dass wir dauerhaft auf dieses Format umstellen. Die Druckerei Numrowski in Flingern erstellt diese Miniaturen in liebevoller Handarbeit und darf hier nicht unerwähnt bleiben. Das optische Erscheinungsbild wird nach wie vor von Justyna Tuha gestaltet.

Hans Hoff Etikett  Florian L Arnold Etikett  Frank Moebus Etikett copy  Heide Küsters Etikett  Axel von Ernst Etikett  vera henkel

Alles über den Automaten und seine AutorInnen unter: literaturautomat.eu

Ein schöner Beitrag wie wir finden, allerdings wird dort Pamela Granderath als Erfinderin genannt, das stimmt nicht ganz, sie hatte zwar die Idee eine Publikationsplattform für alle Arten von Autoren_innen zu schaffen, aber das es schlußendlich Zigarettenautomaten geworden sind und wir bundesweit publizieren, ist Christine Brinkmann vom zakk zu verdanken!

August 2014               Hinterhoflesung II

Art Connection und zakk setzen die  gemeinsamen open-air Lesungen in besonders schönen, oder besonders hässlichen Hinterhöfen fort und es lasen wieder Bekannte und weniger bekannte, sowie völlig unbekannte Autoren und Autorinnen. Wie im Vorjahr haben wir immer drei Lesende eingeladen. Durch die Unterstützung des Kulturamtes konnten wir auf ein Eintrittsentgelt verzichten und wie im letzten Jahr kamen die Zuhörer zahlreich.

Es lasen: Clemens Meyer, Sulaiman Masomi, Henni Klehr, Jakob Hein & Jacinta Nandi, Greta Dehnhardt, Michael Stauffer, Nadja Schlütter und Anna Jörgens

Christof Wolf hat wie immer Fotos gemacht und die Medienagentur knut&knut feine Videos aller Autoren erstellt, die man sich auf der Hinterhofseite ansehen kann.

Oktober 2014  Literaturautomat spezial: deutsch-griechische AutorInnen

Das Goethe Institut in Thessaloniki bekommt im Mai 2015 – pünktlich zur dortigen Buchmesse – einen eigenen (dauerhaften) Automaten, der mit deutsch-griechischen AutorInnen befüllt sein wird.  Die bilingualen Automatenheftchen werden von der “Gesellschaft griechischer AutorInnen in Deutschland e.V.” produziert und wurden bereits im griechischen Generalkonsulat in Düsseldorf in der Reihe “griechischer Literatursalon” der Öffentlichkeit präsentiert. In einer Lesung stellten Anna Tastsoglou, Nona Simakis, Andreas Deffner, Petros Kirimis ihre Texte vor, Pamela Granderath erläuterte das Automatenprojekt und die unplugged Band “das musikalische Gewissen” trug dazu bei, dass die literarischen Gespräche nicht ausuferten. Noch einige Wochen ist der “hellenisch blaue” Automat im Konsulat Düsseldorf bevor er weitere griechische Konsulate in Deutschland besucht und seine Reise in Thessaloniki beendet, wo er fortan mit weiteren AutorInnen aus Deutschland und Griechenland (immer zweisprachig) für einen literarischen Austausch zwischen den Ländern sorgen wird.

Dezember 2014     Der Literaturautomat zieht in die “Butze”!

Manche verstehen darunter ein buntes Fensterglas, andere sagen das zu einer Bettnische, Berliner meinen damit ein dummes Mädchen. In Düsseldorf heißt so das neue Habitat für einen unserer Literaturautomaten. Im niegelnagelneuen Kneipenkollektiv “Butze” auf der Weißenburgstraße 18 ist er am Donnerstag 11.12. mit großem tamtam eingezogen. Die literarischen UmzugshelferInnen, die ihn auch schon mit ihren Versen füttern durften gaben sich die Ehre und rollten einen wortgewaltigen  Alphabetteppich  für alle aus, die dabei waren. Kisuk Lee (Ohne Dich), Pamela Granderath (nur atmen ist umsonst), Sven-André Dreyer (L 32 38) und Helge Goldschläger (Der innere Béla Réthy) lasen aus ihren Automatenschachteln und ihrem epischem Archiv.

 Mai 2015  Bilinguale Minibüchlein reisen nach Thessaloniki

Gut verpackt ging der Literaturautomat mit der Spedition Engelmann auf die Reise in das krisengeschüttelte Griechenland. In Thessaloniki angekommen, wurde er am Stand des Goethe Instituts freudig von Ute Petkakis empfangen, aufgestellt und vom deutschen Konsul eingeweiht. Ein Jahr wird der Automat nun in der Bibliothek stehend, die Besucher des Goethe-Instituts mit Texten deutsch-griechischer AutorInnen versorgen.

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Ute Petkakis vom Goethe-Institut am selbigen Stand auf der 12. Buchmesse in Thessaloniki

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Das Interesse der Besucher_innen am Literaturautomaten war enorm

August 2015               Hinterhoflesung III

Art Connection und zakk setzen die  gemeinsamen open-air Lesungen in besonders schönen, oder besonders hässlichen Hinterhöfen fort und es lasen wieder Bekannte und weniger bekannte, sowie völlig unbekannte Autoren und Autorinnen. Wie im Vorjahr haben wir immer drei Lesende eingeladen. Durch die Unterstützung des Kulturamtes konnten wir auf ein Eintrittsentgelt verzichten und wie im letzten Jahr kamen die Zuhörer zahlreich.

Es lasen im Atelier Farbfieber – Lydia Daher, Nektarios Vlachopoulus, Mareike Götzinger
im Herr Nilsson: Jaromir Konecny, André Herrmann und Sven Hensel
im Café du Kräh: Jochen Schmidt, Theresa Hahl und Lisa Schöyen

Juni 2016               Junger Literatur Automat

Das Gymnasium in Essen Werden hat den ersten “jungen Automaten” bekommen. Dort werden Texte von Schülerinnen und Schülern publiziert. Den Auftakt machten:  Alissa Wolters, Jens Lennart Sperzel, Johanna Edel, Aylin Celik, Luzie Schwieder.

August 2016               Hinterhoflesung IV

Art Connection und zakk setzen die  gemeinsamen open-air Lesungen in besonders schönen, oder besonders hässlichen Hinterhöfen in Düsseldorf fort und es lasen wieder Bekannte und weniger bekannte, sowie völlig unbekannte Autoren und Autorinnen. Wie im Vorjahr haben wir immer drei Lesende eingeladen. Durch die Unterstützung des Kulturamtes konnten wir auf ein Eintrittsentgelt verzichten und wie im letzten Jahr kamen die Zuhörer überaus zahlreich.

Es lasen in der Druckerei Numrowski: Selim Özdogan, Pierre Jarawan und Luzie Schwieder
in der Schreinerei Löffelsend: Max Küng, Sandra Da Vina und Lara Müller
und bei Futuro Si: Ahne, Markus Berges und Aylin Celik.

bildschirmfoto-2016-07-28-um-17.50.26.pngMehr Info’s & Bilder hier

August 2017               Literaturautomat Krefeld

Anlässlich der Aufstellung eines neuen Automaten in Krefeld, haben wir den Lokalmatadordichter Johannes Floehr gebeten uns einige Krefelder Autoren und Autorinnen zu empfehlen, die wir nun in allen Automaten, die regelmässig befüllt werden, präsentieren:

Björn Gögge, Jasmin Houben, Johannes Floehr, Piet Fischer und Viktoria Lösche

Infos zu allen Fragen rund um den Literaturautomat, und wie Schreibende mitmachen können, steht auf der Webseite: literaturautomat.eu

 

August 2017               Hinterhoflesung V

Das hätten wir nicht gedacht, dass die kleine feine Hinterhof-Lesereihe fünf Jahre fester Bestandteil der sommerlichen open-air-Lesungen in Düsseldorf sein würde, als Christine Brinkmann und Pamela Granderath dieses Format erdachten. Dank der Bereitschaft der Hinterhof-Inhaber und Inhaberinnen ihr Refugium kurzweilig bespielen zu lassen, sowie der finanziellen Unterstützung der Stadt Düsseldorf, diverser helfender Hände und nicht zuletzt vieler hunderter Zuhörender sind die Lesungen unter freiem Himmel so erfolgreich. Nicht zuletzt aber wegen der Mischung der Lesenden, die Christine Brinkmann stets sensibel auswählt frei nach den Kriterien unbekannt, bekannt, sehr bekannt. So las die junge Dichterin Pauline van Gämmern neben der preisgekrönten Lyrikerin Ulrike Almut Sandig und einmal sang sogar ein Chor den Prolog (Danke Dreiklang-Chor).

10. August – WingTsun Trainingscenter, Sonnenstraße 38  – mit Elisabeth Raether, Sebastian Lehmann und Hamza Haj Mustafa

17. August – Verein Kabawil, Flurstraße 13 – mit Adriana Altaras, Svenja Gräfen & Pauline van Gemmern

24. August – Dreiklang, Kirchstraße 20 – Ulrike Almut Sandig, Andreas Weber und Jean-Philippe Kindler

 

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